Proof of Concept - PoC

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Ein Proof of Concept kann manchmal bereits Teil einer grösseren Evaluation sein. Für die meisten unserer Kunden ist er jedoch der nächste Schritt nach der Evaluation. Er soll sicherstellen, dass die evaluierte Software nicht nur auf dem Papier, sondern auch im “real life” funktioniert.

Es gibt verschiedene Ziele, die mit einem PoC validiert werden können. Einige Beispiele davon sind:

  • Erreichen eines Durchbruchs für ein bestimmtes Integrationsszenario
  • Nachweis der grundsätzlichen technischen Machbarkeit
  • Abbildung eines komplexen Datenmodells
  • Nicht-funktionale Anforderungen wie z.B. Performance zu verifizieren
  • Die Verwendung als Demo-/Show-Case für die interne Überzeugungsarbeit,
  • oder um ein Hands-on-Gefühl für die Software zu bekommen z.B. mit eigenen Daten

Im folgenden Prozess geht es nicht um die zuletzt genannten Showcases, sondern um einen PoC, in dem echte Nachweise erbracht werden sollen.

PoC-Vorgehen

Der klassische PoC nach unserem Verständnis gliedert sich in folgende Schritte

  1. Definition der Schlüsselanforderungen und Proof-Typ
  2. Erbringung der Beweisführung
  3. Fazit und weiteres Vorgehen

1. Definition der Schlüsselanforderungen und Proof-Typ

Als 1. Schritt geht es beim PoC darum, die Schlüsselanforderungen zu definieren, für welche ein Proof (Beweis) erbracht werden soll.

Dabei braucht es einiges an Erfahrung, um den Fokus innerhalb des gesetzten PoC-Budgets richtig zu setzen.

Pro Schlüsselanforderung muss zudem festgelegt werden, welche Art der Beweisführung erbracht werden soll

  • Typ 1 - Technischer (umgesetzter) Beweis
  • Typ 2 - Konzeptioneller Beweis
  • Typ 3 - Beweis anhand Referenzprojekt

Bemerkung: Am allerliebsten hätte man überall Typ 1 - dass das ganze bereits umgesetzt ist. Doch dies ist auch die aufwändigste Beweisführung. Je nach Budget des PoC empfehlen wir auch häufig auch Typ 2 oder 3 zu verwenden für Dinge, welche für einen kompletten Durchstich zwar wichtig sind, aber heutzutage eigentlich auch keinen Beweis mehr brauchen, dass man diese mit modernen Softwaren hinkriegt

2. Erbringung der Beweisführung

Im 2. Schritt erfolgt die Erbringung des definierten Proof-Typs pro Schlüsselanforderungen.

Als Beispiel eines PoC für ein PIM-System könnte die Umsetzung (Beweis-Typ 1) folgendermassen angegangen werden:

Schritt

Tätigkeiten

Resultat

Voraussetzung - Initialisierung & Basis-Setup

Setup, initiale Basis-Konfiguration inkl. Zugängen

Aufgesetztes System mit Zugriffen für alle PoC-Teilnehmer

ANF-12-Typ1 - Datenmodellierung

Analyse Produktdaten-Export ERP, Analyse Anforderungen der Kanäle (mit Fokus auf z.B. eCommerce), Konfiguration Datenmodell

Datenmodell für PoC konfiguriert

ANF-14-Typ1 - Integration ERP

Umsetzung automatisierter Import

Annahme: ERP-Export als File

Daten aus ERP in PIM verfügbar

ANF-17-Typ1 - Integration Fokus-Kanal eCommerce

Umsetzung automatisierter Export

Annahme: Standard-Connector

Daten werden nach Anforderungen eCommerce zur Verfügung gestellt

ANF-21-Typ1 - Konfiguration Eingabemasken

Konfiguration Eingabemasken für Produkt-Manager

Konfiguration für Erfüllung PoC-Ziele (z.B. Demonstration Pflege)

3. Fazit und weiteres Vorgehen

Der 3. Schritt besteht darin, ein Fazit aus dem PoC zu ziehen und das weitere Vorgehen zu erörtern.

Auf der erarbeiteten PoC-Basis muss nun transparent die Entscheidung erfolgen, ob die Software nun passend für das Unternehmen ist.

In Falle von Ja oder Nein wird das weitere Vorgehen gemeinsam definiert.

Professionelle PoC-Leitung

Zu beachten ist auch, dass die PoCs über die 3 Stufen auch in Bezug auf Projektmanagement und Planung professionell geführt werden müssen, um das gewünschte Ergebnis effizient zu erreichen. 

Dies kann diselva auch unabhängig davon anbieten, welche Parteien den PoC durchführen.

Jörg Brunschwiler - Chief Consulting Officer

Aussagekräftiger Proof of Concept gesucht?

Ob mit definierten Softwareprodukten aus dem Hause diselva oder für das professionelle Management von aussagekräftigen PoCs im Zusammenspiel mit anderen Parteien - wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Jörg Brunschwiler, CCO & Partner
joerg.brunschwiler@diselva.com